BDSM Foundation Deutschland
  
 

Kultur im BDSM

 Kultur ist nichts Sichtbares, sondern das unsichtbare Band, das die Dinge zusammenhält

Joseph Joubert (1754 - 1824), französischer Moralist und Mitglied der les fiers            

Man kann BDSM auf die verschiedensten Arten und Weisen ausleben. Das Internet, aber auch viele Printmedien eröffnen eine schier unglaubliche Anzahl von Möglichkeiten, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. 

Der klassische Mainstream BDSM benutzt gerne das Wort "Spiel" im BDSM Kontext. Wieder andere sehen im BDSM ein zeitweises Abtauchen in eine Welt, in der sie ihre Neigungen und Phantasien meist ungehindert und ungestört ausleben können. Manche sehen es als Experiment ihrer Persönlichkeit und wieder andere sehen es als Sammelbecken von Gleichgesinnten. Dabei sollte aber in keinem Fall die Gruppe der Menschen außer Acht gelassen werden, die im BDSM weit mehr als nur ein Spiel sehen

Betrachten wir den BDSM auf Social Media Plattformen oder einschlägigen Internetseiten, finden wir meist Antworten, Interprtationen oder Beispiele zum klassischen Mainstream BDSM. In den seltensten Fällen geht es um die Herkunft, die Bedeutung, über kulturelle Entwicklung und deren Persönlichkeiten. BDSM wird also in vielen Fällen leider nur auf Erotik und sexuelle Befriedigung herabgestuft. Häufig wird von BDSM Kultur oder einer Subkultur gesprochen. Wer diese Worte verwendet, muss sich zwangsläufig nicht nur oberflächlich mit dem Thema BDSM beschäftigen, sondern in vielerlei Hinsicht in die Entstehungsgeschichte, mit deren Persönlichkeiten und Entwicklungen in den verschiedenen Zeitepochen eintauchen. So gehören zur kulturellen Geschichte des BDSM Personen wie Karl IV. von Frankreich, Dominique, Adam Ferguson sowie Peggy Kleinplatz und viele mehr. Aber auch Städte wie Nancy, Straßburg, Paris, London und Karlsruhe haben in kultureller Hinsicht eine wichtige Bedeutung für BDSMler. Ebenso sind der 13. März und der 14. Juli wichtige Daten. 

BDSM ist also weit mehr als ein Spiel oder eine einfache Lebenseinstellung, sondern hat tiefe, eigene kulturelle Wurzeln, mit denen es sich lohnt auseinanderzusetzen, um das Verständnis und die Weitsicht innerhalb dieser Kultur zu erlangen.